Die University of Nottingham in England hat eine neue Untersuchung veröffentlicht, die zeigt, dass pflanzliches Tierfutter im Vergleich zu fleischbasierten Alternativen einen deutlich geringeren ökologischen Fußabdruck hinterlässt.
Die Studie, die im Fachjournal Frontiers in Nutrition – Nutrition and Sustainable Diets erschienen ist, untersuchte 31 in Großbritannien erhältliche Trockenfutter für Hunde. Diese wurden in pflanzliche, geflügelbasierte, rotes-Fleisch-basierte sowie veterinärmedizinische Nierendiäten eingeteilt.
Bewertet wurden die Umweltauswirkungen anhand mehrerer Indikatoren, darunter Flächenbedarf, Treibhausgasemissionen, versauernde Emissionen, Gewässerbelastung und Süßwasserverbrauch.
Deutliche Unterschiede bei der Umweltbilanz
Pflanzliche Rezepturen erzielten durchweg die besten Werte in allen Kategorien, während Futter auf Basis von Rind und Lamm die größten Belastungen verursachte.
So benötigt die Ernährung eines 20-Kilo-Hundes mit pflanzlichem Futter über neun Jahre hinweg lediglich 2,73 Quadratmeter Land, während Rind- und Lammfutter mit rund 102,15 Quadratmetern den höchsten Flächenverbrauch aufweisen.
Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den Treibhausgasen: Rindfleischbasiertes Futter setzt 31,47 Kilogramm CO₂-Äquivalente frei, pflanzliche Varianten nur 2,82 Kilogramm.
Die Ergebnisse decken sich mit einer früheren Untersuchung derselben Forschungsgruppe, die belegt hat, dass pflanzliches Tierfutter ernährungsphysiologisch mit fleischhaltigen Produkten mithalten kann.
Umweltfreundliche Hundeernährung schützt den Planeten
Die Studie unterstreicht den wachsenden Trend, dass Haustierhalter*innen nach nachhaltiger und ethischer Ernährung für ihre Tiere suchen.
Da der weltweite Markt für pflanzliches Tierfutter weiter wächst – laut der University of Winchester zuletzt um knapp 9,5 Prozent –, könnten die Resultate die Produktentwicklung in der Branche zusätzlich befeuern.
Hersteller können eine entscheidende Rolle spielen, indem sie vermehrt nachhaltige, pflanzliche Zutaten einsetzen und so die Umweltbelastung der Heimtierhaltung senken.
Die Untersuchung liefert Haustierhalter*innen überzeugende Argumente, bei der Futterwahl alternative Rezepturen in Betracht zu ziehen. Wer sich für nachhaltigere Produkte entscheidet, schützt nicht nur die Umwelt, sondern stellt auch sicher, dass die Fellnasen gesund und zufrieden bleiben.
Gerade für Verbraucher*innen in Deutschland sind diese Erkenntnisse relevant, denn auch hierzulande steigt die Nachfrage nach nachhaltiger Tiernahrung stetig.