Frühkastration

Die Frühkastration von Hund & Katz . . .

ist für einige unter Ihnen zwar ein heikles Thema zu dem jeder seine, teils unqualifizierten, Meinungen äussert, je doch nichts schlimmes, bedenkt man die eventuell daraus entstehenden Folgen, tut man es nicht oder eventuell zu spät.
Hier nun kurz (dennoch leider recht lang gewordenen) meine zusammengetragenen Ergebnisse und Links zu wirklich guten Seiten die sich ernsthaft und sehr gut mit diesem Thema befasst haben.
Und Ihnen, ein Dankeschön, dass Sie sich die 10-15 Minuten Zeit nehmen und dieses Thema ernst nehmen.
Einblicke in den Tierheimalltag eines amerikanischen Tierpflegers, die mich sehr berührten
“ Ich beginne jeden meiner Arbeitstage mit dem Töten von Katzen- und Hundewelpen. Wir haben einen Arzt, der uns mindestens einmal im Monat versichert, dass wir das Richtige tun und dass wir uns nichts vorzuwerfen haben. Und trotzdem liege ich jede Nacht wach und frage mich, warum das so sein muss. Ich rede jeden Tag mit Leuten, die ihre Hunde und Katzen nicht kastrieren lassen. Jeder hat eine andere Ausrede. Wer wissen will, wie es wirklich ist, sollte mich morgen zur Arbeit begleiten. Man muss in ihre fragenden Augen sehen. Einige sind starr vor Angst, andere kämpfen um ihr Leben. Ihre Leichen werden täglich tonnenweise auf den Mülldeponien verscharrt . . . Sie haben besseres verdient als sich unter Gestrüpp zu verstecken und aus Mülltonnen leben zu müssen, solange bis sie getötet werden – von einem Auto, einer schleichenden tödlichen Krankheit oder von mir. Alles, was jede einzelne dieser Katzen will, ist ein warmes Zuhause und ein Mensch, den sie lieben und dem sie vertrauen kann. Wir missbrauchen ihr Vertrauen jeden Tag. 89% der Tiere sind jünger als 3 Jahre, wenn wir sie töten. Und das ist es, was wir tun. Wir lassen sie nicht “sanft einschlafen”, wie es manche schönreden. Wir TÖTEN sie ! Und wir töten sie FÜR DICH, weil Du zu faul oder zu unwissend warst, um zu verhindern, dass sie überhaupt geboren wurden. “ 
>> Quelle:Cat-Care – Tierhilfe Kassel e.V. – Themen: Kastration – Mythen und Legenden, sowie Frühkastration <<
Weit über 10 Millionen Hunde und Katzen werden jährlich in amerikanischen Tierheimen eingeschläfert, sind weder alt noch krank und müssen nur sterben weil es für sie kein Zuhause gibt ! Weit weg, egal ?
 Nein, auch in Deutschland müssen jetzt schon tausende Tiere jährlich eingeschläfert werden, da Behandlungen finanziell und personell nicht möglich sind. Was glauben Sie, wie lange es noch dauern wird bis auch bei uns, gesunden Tiere der Tod bevorsteht ?, denn um die 450.000 Katzenwelpen werden jetzt schon kurz nach der Geburt ertränkt oder anders „entsorgt” !
Die Argumente von Unwissenden sind oft:
Eine Katze sollte mindestens einmal rollig gewesen sein – wieso ? 
Das kann der Gesundheit Ihrer Katze schaden und es gibt keinen medizinischen Grund der gegen eine Frühkastration spricht. Ausserdem ist es eine Zumutung und eher Tierquälerei, dem armen Tier den Geschlechtstrieb zu lassen ihn aber nicht ausleben zu dürfen !
Eine Katze sollte mindestens einmal Babys haben – woher haben Sie ihr Wissen ? 
Selbst eine Schwangerschaft kann Komplikationen hervorrufen und lebensbedrohlich für Ihre Katze werden, ganz zu schweigen von Schwergeburten, Kaiserschnitte oder Gesäugeentzündungen
Sie wollen selbst oder Ihre Kindern das „Wunder der Geburt“ erleben lassen – Wunder ?
Behalten sie dann alle Jungtiere, OK, ansonsten aber bringen Sie ihren Kindern eher Verantwortungslosigkeit anstatt Achtung vor dem „Geschöpf“ bei, denn mit der Abgabe der Welpen kommt auch das Vergessen. Das die Katzenüberpopulation schon vorhanden ist und nicht jedes Tier ein gutes Zuhause bekommt oder hat, wird oft mit dem Argument „Wunder” ignoriert und sogar gefördert.
Kater und Katzen sollen doch ihren „Spass“ haben – Sie haben wirklich keine Ahnung, oder ?
Abgesehen davon, dass der Paarungsakt für beide kein Spass, sondern mit sehr vielen Schmerzen verbunden ist und nur der instinktiven „Arterhaltung“ dient, kann sich das „Paar“ durch den Geschlechtsakt oder damit verbundenen Nackenbiss, viele – auch tödliche – Krankheiten einfangen.
Die Harnwege bleiben kleiner da sie durch die Frühkastration nicht mit wachsen – Quatsch ! 
Es wurden Versuchsgruppen zusammengestellt, von denen die 1. Gruppe von 11 Kitten mit 7 Wochen, die 2. Gruppe von 11 Kitten mit 7 Monaten und die 3. Gruppe von 9 Katzen und Katern mit 12 Monaten nach Eintreten Geschlechtsreife und der körperlichen Reife, kastriert wurden. Ergebnis: Die Messungen ergaben, dass der Harnröhrendurchmesser bei allen Tieren gleich war und es konnte bei allen gleich gut ein Katheter gelegt werden. Dies bewies, dass eine Frühkastration nicht für die Entstehung von Harnwegserkrankungen verantwortlich ist, oder einem Harnverschluss Vorschub leistet.
Von Züchtern, die es eigentlich besser wissen sollten, kommen oft noch Sprüche wie:
Ein Kater bekommt dann keinen richtigen “Katerkopf“ – auch hier wird mehr gewusst als Wahr ist ! 
Langzeitstudien und Erfahrungen von vielen Züchtern haben gezeigt, dass Hormone keinerlei Einfluss auf das Wachstum von Katze und Kater haben, sondern dass Grösse und Körperbau, einschliesslich Katerbacken, ausschliesslich genetisch bedingt sind.
Die Tiere werden nicht so gross oder haben Wachstumsstörungen – Grösse ist genetisch bedingt, also Ahnenbedingt. Ganz im Gegenteil, früh kastrierte Katzen und Kater werden etwas grösser, aber der Unterschied ist kaum sichtbar, es sind nur wenige Millimeter. Der Grund liegt im Fehlen der normalerweise wirkenden Geschlechtshormone. v_oder_w_2

Ein wunderschöner Fruehkastrat, oder ? . . . von wegen sie
bekommen keinen richtigen Katerkopf !

 Aber auch Ammenmaerchen wollen leben . . . oder ?

Was spricht für die Frühkastration ?

Katzen werden seit einigen Jahren bereits mit schon mit 4 – 5 Monaten rollig, dies liegt an der gesteigerten Lichtintensität und daher ist ratsam, gerade Kater & Katzen so früh wie möglich kastrieren zu lassen.
Vorteile:

Aus medizinischer Sicht:

  • Die Operation geht recht schnell.
  • Kurze Narkosezeit und daher weniger belastend
  • Durch das noch fehlendes Fettgewebe ist die OP einfacher da die Keimdrüsen noch frei liegen, es gibt daher kaum
  • Komplikationen und
  • weniger Blutungen
  • Das Tier ist schnell wieder fit
  • Die Heilung verläuft viel schneller und die Narben sind sehr klein
  • Das Risiko von Gebärmutterkrebs und anderen Krebsarten ist fast ausgeschlossen da die Katze nie rollig war
  • Rückgang der Ausbreitungsrate von FIV, Leukose, Katzenseuche usw.
  • die Hündin wird ihren Artgenossen gegenüber meistens nicht “zickig” und die hormonabhängigen Tumore bleiben aus. Die Gefahr einer eventuellen Inkontinenz im Alter soll dadurch höher sein, jedoch soll dies Rasseabhängig sein.
  • Und, es wird nichts vermisst, weil ja nie ein Trieb da war

Zusätzlich aus Tierheim- und Züchtersicht:

  • kein Vertragsbruch wegen der Kastrationsvereinbarung
  • keine Bedenken, dass mit dem, in Liebhaberhände geglaubten Tier respektlos „produziert” wird
  • kein Kontrollanruf bei den Besitzern, ob die Kastration schon durchgeführt wurde
  • keine Verwildern ungewollter und dadurch ausgesetzter Jungtiere, die letztendlich im Tierheim landen

Zusätzlich für Sie als Tierhalter:

  • keine ungewollte Schwangerschaft und Überraschungswurf
  • Sie kommen nach Hause und werden von einem starken intensiven Katergeruch überrascht
  • Das Tier wird nicht versuchen mit allen Mitteln nach draussen zu „entweichen” um seinem Geschlechtstrieb nachzugehen
  • Sie brauchen sich keine Gedanken über eine rechtzeitig zu veranlassende Kastration zumachen
  • Ihnen und dem Tier bleibt die Aufregung und eventuelle Komplikationen erspart

Was spricht nun noch gegen die Frühkastration ?

Da nun alle obengenannten Ammenmärchen und medizinischen Vorurteile durch wissenschaftlich bewiesene Fakten, Studien und Langzeitbeobachtungen widerlegt sind, gibt es nur noch ein paar Gründe, die dagegen sprechen:

Aus medizinischer Sicht

  • mangelnde OP-Erfahrung mit dieser Altersgruppe
  • der eigene Wissensstand, gerade was Katzen angeht, ist noch veraltet
  • die Hündin sollte einmal läufig gewesen sein, da dann die Gefahr einer eventuellen Inkontinenz im Alter geringer ist. Die Gefahr, hormonabhängige Tumore zu bekommen soll nur geringfügig, ohne Frühkastration, höher sein, jedoch kann es dafür sein, dass die Hündin etwas zickiger wird.
  • bei langhaarigen Hunden kann es nach der Kastration (zeitunabhängig) zu sogenanntem Welpenhaar kommen. Das Fell ist dann, wie bei einem Welpen eher stumpf und flauschig

Zusätzlich aus Tierheim- und Züchtersicht:

  • Als Tierheim oder Züchter hat man doch schon genug Kosten und will die zusätzlichen Kosten einer Frühkastration vermeiden (sollen doch die neuen Besitzer machen !)
  • Man ist ein, nur des Geldes wegen, Vermehrer und „braucht” natürlich unkastriertes „Zuchtmaterial” um seine viel zu früh abgegebenen und dadurch unsozialisierten Jungtiere so kostengünstig, dennoch gewinnbringend wie möglich an den „Mann” zu bringen

Zusätzlich für Sie als Tierhalter:

  • Man will das oben genannte „Wunder” absichtlich, wenn auch nur einmal, hervorrufen und die Folgen sind einem egal
  • Das Tier ist es einem nicht wert, da man doch durch “Nichtrauslassen” Kosten vermeiden kann
  • Sie wissen sowieso alles besser und lassen sich einfach nicht belehren auch wenn die Fakten sie anspringen würden
  • Sie sind einer von den „Weltverbesserern” die, wenn es um das eigene Geld geht, lieber die Augen schliessen
    oder sie haben wirklich nur das Pech und ihr Tierarzt kastriert nicht so früh

Wir hoffen es liegt bei Ihnen wirklich nur am Letzterem !

Ihr Tierarzt kastriert nicht so früh ?

Wegen der zu geringen Erfahrung mit Tieren dieses Alters lehnen viele Tierärzte die Frühkastration ab. Bedenken Sie, vor 50 Jahren hat keiner seine Katzen kastrieren lassen, erst als die Nachfrage stieg gab es immer mehr Kastrationen. Heute ist die Kastration die meist durchgeführte OP überhaupt ! Die Nachfrage der Frühkastration wird auch hier bald das Angebot regeln. Tierärzte können recht schnell Erfahrungen sammeln, indem sie Stück für Stück das Alter der zu kastrierenden Jungtiere runterschrauben.

Die Frühkastration gehört in den USA, Australien und einigen Universitäten Europas inzwischen schon zum Standardprogramm. Diese Entwicklung ist erfreulich und lässt hoffen, dass es eines Tages ganz normal ist, gerade als Züchter, seine Jungtiere nur Frühkastriert abzugeben.

Da gibt es aber auch noch die . . .

die der Meinung sind, eine Kastration, erst recht eine Frühkastration ist „unnatürlich” und der Besitzer der das machen lässt ist nur zu faul auf sein Tier, gerade in dieser Zeit, aufzupassen.

Fast jeder empfindet ein eher bemitleidendes Gefühl bei der Vorstellung, dass so junge, nicht ausgewachsene Tiere kastriert werden. Gerade der so frühe Eingriff, aber auch die Kastration an sich werden oft als „unnatürlich“ hingestellt.
Zweifelsfrei sind sie es auch, aber vielleicht doch weit „tiergerechter“ und verantwortungsvoller, als es im ersten Moment scheint. Wir haben nun einmal ehemals wilde freilebende Tiere über viele Generationen zu unseren „Haustieren“ gemacht, also ganz bewusst zu möglichst angenehmen, unkomplizierten Gesellschaftern des Menschen.
Ob die Haltungsbedingungen, die wir ihnen bieten, den nach wie vor genetisch festgelegten Bedürfnissen der Haustiere entsprechen, wird aber kaum hinterfrag. Wie stark die Sexualität, also der Motor des Tier- und auch des Haustierlebens ist, wird oft unterschätzt. Aber: Wenn sie nicht ausgelebt werden darf (mangels Partner und weil Nachwuchs nicht erwünscht ist), ist das nicht „natürlich“, sondern Tierquälerei, daher argumentieren viele Tierschützer, auch die Tierärztin Dr. med. vet Ulrike Morys, für die Frühkastration: „Warum soll ich einem Tier Sexualität quasi zumuten, wenn ich von vornherein weiss, dass es die Sexualität nie ausleben darf ? Dann kann ich es ihnen auch vorher nehmen, da die Tiere gar nicht wissen werden, was sie vermissen.“
Quelle: WDR – Tiere suchen ein Zuhause – Thema: Frühkastration von Katzen (von Barbara Willms)

Warum ich mich als Züchter dafür einsetze obwohl wir Züchter doch auch „nur” vermehren?!

Wenn Sie das so sehen tut es mir leid, denn die Zucht, egal um welche Haustierart es sich handelt, ist schon tausende von Jahren Bestandteil der Menschen und deren Fortschritt.
Mag sein, dass Sie das Züchten von „essbaren” Haustieren eher befürworten als das der kleinen, heute teils nur zur Freude des Menschen gezüchteten Haustiere, dennoch liegen sie falsch. Apropo, wir haben Autos, Bus, Bahn und Flugzeuge, wieso muss es da noch Pferdezüchter geben ?
Nein, im Ernst.
Es geht nicht um das bewusste und gewissenhafte Züchten, egal ob nun „schwarz” oder „weiss”, es geht schlicht darum, dass wir als Menschen die Pflicht haben, dass das was durch unser Wollen in diese Welt gesetzt wurde auch respektvoll und lebenswert gehalten, behandelt und ernährt wird.
Nicht wir Züchter sind am Elend der im Tierheim aufgenommenen, eingefangenen oder verwilderten Katzen und Hunde schuld, sondern die, die aus teils schon oben erwähnten Gründen achtlos mit den Tieren umgehen.
Ein Züchter weiss, was auf ihn zukommt und ist sich seiner Verantwortung dem Tier gegenüber bewusst, jedoch nicht der Unwissende, der die Kastration unnatürlich findet und genau dieses Unnatürlich als Argument abhakt und sein Tier sich selbst überlässt. Auch der Vermehrer, der nur des Geldes wegen produziert, ist schuld an diesem Elend. Ganz egal ob „schwarz” oder „weiss” gezüchtet, denn das eine Vereinszugehörigkeit nicht die Garantie für gewissenhafte, verantwortungs- und liebevolle Zucht sein muss, haben Sie ja sicher schon lesen können. Dabei haben doch wir Menschen den Vorteil, dachte ich zumindest immer, denken zu können, ein Tier jedoch handelt Geschlechtstrieb-gebunden nur instinktiv.

Natürlich berichten Tierheime und Tierschützer oft, dass auch „Rassehunde” und „Rassekatzen” in Tierheimen landen, jedoch findet man wirklich echte Rassehunde oder Katzen mit Stammbäumen sehr selten in Tierheimen. Wenn, dann oft nur weil der Besitzer verstorben oder schwer krank ist und sich nicht mehr um sein geliebtes Tier kümmern kann. Ich dachte genau darin liegt auch der Sinn eines Tierheimes, sich um Tiere zu kümmern die durch die Not ihrer Besitzer selbst in Not geraten sind. Schaut man sich jedoch heute einmal die Tierheime an, findet man darin leider fast ausschliesslich Tiere, die der Mensch satt hatte oder eingefangene Jungtiere die nur geboren wurden weil ihre Eltern nicht kastriert wurden. Und wenn es Rassetiere sind, die man dort findet, dann sind es meisten die, die ohne Stammbaum vermehrt, oft weit billiger verkauft wurden und daher auch für viele Menschen leider nur Tiere zweiter oder gar dritter Klasse sind.
50 Euro, die ein Tier ja nur gekostet hat sind schnell mal zum Fenster rausgeworfen, will man in den Urlaub fahren und muss erkennen, dass auch eine Tierpension Geld kostet und das auch noch oft mehr, als das Tier doch wert ist !
Wer gibt Ihnen eigentlich das Recht, Tiere oder auch anderen Menschen nach ”ihrem Wert” zuzuordnen ?
Jedes Leben ist lebenswert und hat ein Anspruch auf Respekt und Toleranz !!

Bei Hunden ist es leicht sie einer Rasse zuzuordnen, auch für den, der ja nur mal das obengenannte „Wunder”, erleben wollte. Man sieht sie ja auf den Strassen rumlaufen und schnell ist so der „passende” Partner für die Hündin gefunden. Die daraus entstehenden Welpen sind zwar einer Rasse zuzuordnen jedoch keine Rassehunde, denn auch da gehört weit mehr dazu, als nur zwei gleich aussehende Partner zusammen zuführen und den Welpen beim wachsen zuzusehen, schnell mal ein paar Euro gemacht zu haben und dann ? . . . egal, nach mir die Sinnflut !
Trotzdem wird in Tierheimen von Rassehunden gesprochen und somit sind natürlich für Laien auch die Züchter schuld am Elend der vielen tausenden Hunde in den Heimen.

Bei Katzen wird es sich noch einfacher gemacht. Da ja alle Katzenrassen in etwa die selben Grössen haben und somit nicht so leicht auseinander zu halten sind wie ein Dackel von einer Dogge, reicht es meistens schon aus von Rassen zu reden, wenn die Katzen langes Fell, Faltohren, ein blaues Fell oder eine „Maske” haben. Da heisst es dann sofort, das ist eine Maine Coon oder ein Perser bzw. Maine Coon-Mischling, das ist eine Scottish Fold – andere Katzen haben ja keine Faltohren, das ist eine Kartäuser – schliesslich hat die ein blaues Fell und das ist eine Siam oder ein Siam-Mischling – andere haben ja keine Masken und blaue Augen;
So werden die Katzen noch viel schneller als Rassekatzen abgestempelt und auch hier wieder wir Züchter für das Elend in den Katzenstationen der Tierheime verantwortlich gemacht.
Vielleicht liegt es aber daran, dass man so wenig „echte” Rassehunde und Katzen in Tierheimen antrifft, weil:
– Züchter genauer hinsehen, wem sie ihr Tier anvertrauen und durch die relativ hohen Kosten einer Zucht auch ihre Tiere dementsprechend teurer („teuer” für Laien, die ihnen ja am Telefon erklären das sie die oder die Rasse ja schon für ein Appel und ein Ei an der nächsten Ecke bekommen könnten) verkaufen, als der Vermehrer der nur des Geldes wegen verkauft.
– Liebhaber, egal welcher Rassen sich sehr wohl bewusst sind, dass ein Tier aus gutem Hause auch seinen Preis hat. Man hat sich also mit diesem Thema ganz anders auseinander gesetzt, da ja Preise zwischen 400 – 1500 Euro, je nach Rasse, Farbe oder Seltenheitsgrad eine Menge Geld sind und auch „weh tun”. Vielleicht ist man sich auch darum seiner Verantwortung dem Tier gegenüber um einiges bewusster, als der, der nur mal kaufte weil „billig und süss”
Ach ja ein paar ganz „Schlaue” behaupten ja, wir Züchter lassen nur frühkastrieren oder bestehen auf die
Kastration von verkauften Kitten, damit wir keine Konkurrenz bekommen.
Sorry, aber das ist lächerlich und zeigt uns nur wie engstirnig einige Leute denken. Jeder der weiss was das Wort Zucht bedeutet, sich der Verantwortung den Tieren gegenüber bewusst ist (erst recht, den dann bei ihm geborenen und somit gewollten Tieren), fair dem Züchter gegenüber ist und sagt was er vor hat, wird auch ein Tier für die Zucht verkauft bekommen.
Es wird leider oft mit dem Argument rumposaunt “ Warum soll ich für ein Zuchttier mehr bezahlen ?”
Da liegen sie falsch, die Tiere haben genau diesen (Mehr)Preis, wir Züchter geben unsere Tiere nur als Dankeschön für ein gutes Zuhause an Liebhaber, da diese ja nicht züchten möchten, billiger ab. Wir geben somit also, Liebhabertiere günstiger nicht jedoch Zuchttiere teurer ab !

Natürlich gibt es zum Glück auch sehr viele Menschen die jedes Tier respektieren.
Das oben sind nur Beispiele, jedoch auch Fakten die leider der harten Realität entsprechen und der Hauptgrund dafür sind, dass tausende von armen Kreaturen in Tierheimen und Tötungsstationen abgeschoben werden.
Anregungen meiner Texte habe ich im ganzen Internet zusammen gesucht. Das sie teilweise anderen Texten ähneln werden, ist nicht auszuschliessen, da es sich um ein und das selbe Thema handelt, jedoch ist die Wortwahl der Texte auf dieser Seite von mir und unterliegt, bis auf die Quellenangaben oben im Text, meinem Copyright !

© Daniela Kempe

Sehr gute Berichte finden sie auch hier:

  • WDR – Thema: Frühkastration von Katzen
  • Winn Feline Foundation (original in Englisch) –>
  • Frühkastration Hund
  • Katzennothilfe
  • Thai-Mahal – Siam-Zucht

(übersetzt ins Deutsche) Lakeside’s – Maine Coon

  • Catweazle’s – Heilige Birma & Maine Coon
  • Cat-Care – Tierhilfe Kassel e.V. – Themen: Kastration – Mythen und Legenden, sowie Frühkastration